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SEMA 2009: Neuer Challenger endlich auch als Cabrio

Das letzte Challenger-Cabrio rollte 1971 vom Band. Nur in den ersten beiden Jahren (1970 & 1971) gab es Dodges neues Pony Car auch oben ohne. Sicherheitsbedenken und sinkende Absatzzahlen veranlassten die Entscheidungstraeger bei Chrysler zum Modelljahr 1972 dazu, den Mopar E-Body kuenftig nur noch geschlossen anzubieten, ehe die Modellreihe 1974 nach nur vier Jahren am Markt gaenzlich eingeschlaefert wurde. Den von 1978 bis 1983 angebotenen, lediglich zum Dodge Challenger umgelabelten, Mitsubishi blenden Mopar-Fans in der Regel aus und das ganz gewiss nicht nur, weil es den zahmen Japaner ohnehin nicht als Convertible gab. Wer Challenger sagt, der meint Hubraum und so brachte erst der 2008er Retro-Challenger das Weltbild der Pony Car-Freunde wieder auf die richtige Spur. Aggressives Design, acht Zylinder und ein Auftritt, der wieder nach Detroit und nicht nach Tokio aussah, sorgte fuer ein Aufatmen bei Benzinmenschen von New York bis San Francisco.
Nur das Cabrio, wie es in den goldenen Zeiten des kompakten Dodges lieferbar war, ging in der grossen Retro-Welle unter. Diesen Missstand nahm sich Mr. Norm's Garage aus Hudson/Florida an. Gleich vier eigenhaendig aufgeschnittene Challenger brachten die Customizer aus dem Sunshine State mit in die Wueste nach Las Vegas. Auf den ersten Blick sahen die Umbauten wie werksgemacht aus. Erst auf den zweiten Blick fielen die nicht hundertprozentig passenden Abdeckungen fuer Verdeck und Schnittkanten an den Hemi-V8's auf. Wer sich schon 1972 aus Sicherheitsbedenken eh kein Cabrio gekauft haette, der sollte dies 37 Jahre spaeter vielleicht auch nicht tun. Inwiefern der kunstvoll gespachtelte Rahmen der Windschutzscheibe die Fahrerstirn vor Schuerfwunden im Falle eines Ueberschlags bewahrt, wurde im TUEV-freien Land der unbegrenzten Tuning-Moeglichkeiten bisher nicht geprueft.
Don Johnson-Fans, denen der originale 71er Nash Bridges Hemi-Cuda als Cabrio immer zu teuer war, koennen bei Mr. Norm uebrigens auch gleich zum Cabrio-Umbau ein Optik-Paket, bestehend aus anderer Front und anderem Heck, kaufen, um den damals auf demselben E-Body basierenden Plymouth Cuda wieder auferstehen zu lassen.

Text & Fotos: Norman Gocke

 
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